Marcus Borchel – Der Orden des Feuers

Klappentext: Der 16-jährige Michael Dahlke lebt nach dem Tod seines Vaters in einem Heim in einer Kleinstadt. Dort verliebt er sich in die mysteriöse Sara.
Das attraktive Mädchen entpuppt sich als durchgeknallte fanatische Teufelsanbeterin.
Als Sara zusammen mit Michael und sechs anderen Jugendlichen den Orden des Feuers wieder ins Leben ruft und den Plan fasst, in der Walpurgisnacht dem Satan eine Jungfrau zu opfern, nimmt das Unglück seinen Lauf …


Gleich vorweg: Ich bin mir definitiv der Tatsache bewusst, dass es sich normalerweise nicht gehört, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, dessen Autor man selbst ist. Dennoch fühle ich mich dazu genötigt, genau dies an dieser Stelle zu tun. Vor Kurzem habe ich meinen Debütroman Der Orden des Feuers erneut gelesen, teils aus Langeweile, teils weil ich wissen wollte, wie sich der Text für mich heute liest, schließlich ist es (fast) 10 Jahre her, dass ich das Teil veröffentlicht habe (das Buch erschien am 01. September 2011). Und ich muss sagen… Ich habe schon lange nicht mehr so einen Schund gelesen… Ich bin entsetzt, dass dieses „Werk“ tatsächlich von mir stammt!

Fangen wir mit den Charakteren an. Diese sind nämlich so gut wie nicht vorhanden. Eine detailierte Ausarbeitung ist von mir selbst beim Protagonisten Michael Dahlke versäumt worden. Im Prolog steht beispielsweise geschrieben, dass das Fotografieren zu seinen größten Hobbys gehört. Nichtsdestotrotz geschieht im weiteren Verlaufe des Romans in der Hinsicht gar nichts mehr. Das Thema wird an keiner einzigen Stelle auch nur kurz erwähnt. Von der weiblichen Hauptfigur, Sara Becker, erfahren wir, dass sie sich brennend für schwarze Magie und Okkultismus interessiert, wovon natürlich viel erzählt wird, da es sich nun einmal um das Hauptthema dieses Horror-Romans handelt. Aber, das ist es dann auch schon. Wirklich sehr dünn geraten, das Ganze! Agnes Winter, die andere weibliche Hauptfigur, die später in dem schwarzmagischen Zirkel das Ruder an sich reißt, ist fast eine exakte Kopie von Sara, nur offenbar nicht ganz so gebildet und eine Spur böser. Die anderen Personen, die in der Geschichte vorkommen, sind nichts weiter als Statisten. Leblose Marionetten, von denen nicht viel mehr als Vorname und Nachname bekannt sind und die ansonsten kaum etwas zum Geschehen beitragen. Am Schlimmsten finde ich allerdings die unfreiwillige Komik, die an mehreren Stellen deutlich wird, beispielsweise, wenn Michael nach seinem ersten Mal mit Sara, auf ihre Frage hin, was denn los sei, antwortet: „Ich habe Angst, dass es zu schnell gegangen ist!“ Und damit meinte er nicht den fleischlichen Akt, sondern das Tempo, mit der sich die Beziehung entwickelt. In diesem Kontext irgendwie unglücklich ausgedrückt und peinlich zugleich! Ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, bis ich mich von dem Lachanfall erholt hatte.

Ein paar grandiose Szenen (zum Beispiel die von den Mädels hervorgerufene Zombie-Apokalypse, in dessen Verlauf der Hauptkommissar durch ein Missgeschick splitternackt durch die Stadt läuft) sind in diesem Roman gleichwohl vorhanden, doch diese können den Karren leider auch nicht mehr aus dem Dreck ziehen, was vor allem an den blassen Charakteren, der unfreiwilligen Komik und ein paar krassen Logiklöchern liegt. Ein paar derbe Splatterszenen sowie manche extrem kranke Scheußlichkeiten gibt es zuhauf, die Erotik kommt ebenfalls nicht zu kurz, vermutlich würden jedoch die meisten, die so etwas mögen, mit diesem Buch trotzdem nicht wirklich glücklich. In diesem Genre gibt es schon zu viele ähnliche Bücher, die einfach um Längen besser sind!

Zu erwähnen sei hier noch, dass ich damals beabsichtigte einen Roman aus der Sparte Okkult-Horror mit Lokalkolorit zu schreiben, weshalb meine (damalige) Heimatstadt als Handlungsschauplatz herhalten musste. Trotz der Tatsache, dass mir mein erster Roman derart misslungen ist, werde ich ein paar Figuren daraus in meinem neuen Roman (der nächstes Jahr erscheint und eher in die Sparte surrealistische Hochliteratur verfrachtet werden kann, also etwas gaaaanz anderes) auftreten lassen. Vielleicht, weil ich diesen Charas gegenüber ein schlechtes Gewissen habe und etwas wiedergutmachen will? Möglicherweise. Heute hätte ich Der Orden des Feuers in dieser Form mit ziemlicher Sicherheit SO nicht veröffentlicht! O_o

Fazit: Ein entsetzlicher Rohrkrepierer, der leider auf meinen Mist gewachsen ist. Ich entschuldige mich hiermit bei jedem, der sich dieses Buch gekauft hat und (vermutlich) derbe enttäuscht worden ist! Peinlich!

Ralph Haselberger – Fast tot

Dies ist die Geschichte von Felix und Veronica, getrieben von ihrer jeweilen Vorstellung von Liebe. Es ist die Geschichte von Gregor und Maik, die inmitten des Chaos vergeblich versuchen, einen Rest Normalität zu bewahren. Es ist die Geschichte von Wissenschaftlern, die am Ende ihres Wissens angelangt sind. Es ist die Geschichte von Menschen, die versuchen zu überleben und an sich selber scheitern. Es ist die Geschichte von Toten, die die Lebenden fressen. Es ist eine der blutigsten Roadstories, die man sich vorstellen kann.

Aaaah!!! Schon lange nicht mehr so was schönes gelesen! Endlich mal ein deutscher Horrorautor, der sein Handwerk wirklich versteht! Klar, eine Geschichte über Untote die bereits einen Großteil der Bevölkerung ausgelöscht haben und Wissenschaftler die verzweifelt versuchen ein Heilmittel gegen die Zombieseuche zu finden scheint auf dem ersten Blick nicht gerade neu. Dass dieser Roman dennoch mit zu dem originellsten
zählt was die Horrorliteratur seit Clive Barker, Dean Koontz und Stephen King hervorgebracht hat, ist einzig und allein Autor Ralph Haselberger zu verdanken, der aus einem bunten Mix aus bekannten Zutaten ein apokalyptisches Schreckensszenario entwirft.

Und er tut das mit soviel Charme und Witz das man beinahe ein schlechtes Gewissen bekommt wenn man das Buch endlich aus der Hand legen muss, da man andernfalls riskiert am nächsten Morgen zu verpennen und zu Spät zur Arbeit zu kommen. Realistische Charaktere lassen einen schnell in das von der Zombieplage heimgesuchte Marburg eintauchen und alles um sich herum zu vergessen. Da ist zum einen der (zumindest mir) von Anfang an eher unsympathische Felix. Dann die verrückte, psychisch gestörte Veronika mit ihrer sehr eigenwilligen Vorstellung von Liebe. Der ängstliche, stets misstrauische und ständig zugekiffte Gregor. Und dessen ebenfalls kiffender bester Kumpel Maik, in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil seines Freundes: Charakterstark, mutig, überlegen und stets einen kühlen Kopf bewahrend. Aus diesem Grund besitzt Maik gewisse Führungsqualitäten, und bisher hat er es immer irgendwie geschafft seine Freunde aus den schwierigsten Situationen sicher heraus zu manövrieren. Mein unangefochtener Lieblingscharakter, auch wenn
ich zugeben muss das meine Wenigkeit wohl eher zu Gregor passen würde. Die Abenteuer welche die Vier erleben, während die Straßen von Horden mordlustiger Zombies unsicher gemacht werden, sind genauso nervenzerfetzend spannend
wie auch zum Brüllen komisch und geben häufig auch zum Nachdenken Anlass. Und das Ende der Geschichte ist… Nun Ja, um das zu erfahren müsst ihr euch das Buch schon kaufen und selbst lesen! Also, worauf wartet ihr noch?

Fazit: Ein wahres Meisterwerk der Deutschen Horrorliteratur! Weit besser, aufregender und interessanter (weil so erfrischend anders) als so manches Werk der üblichen Bestsellerautoren!

Erscheinungsjahr: 2010
Verlag : Persimplex Verlag
Seitenzahl: 424 Seiten
ISBN: 3942157098

Daniela Heinen – Hinter den kleinen Dingen

Zum Buch

Dieser kleine Lyrikband enthält 50 Gedichte zu alltäglichen Themen, mal knapp in ein paar wenige Zeilen gepackt, ein anderes Mal breiter aufgefächert, sich über mehrere Strophen erstreckend. Ein Buch, das zum Verweilen einlädt und zum Nachdenken Anlass gibt.

Lyrik ist in unseren Tagen eher rar gesät. Umso mehr freut es mich, ein solches Buch von einer Autorin der Gegenwart zu lesen! Wer heutzutage Gedichte oder lyrische Kurzprosa veröffentlicht, hat bedauerlicherweise bei den Lesern einen schweren Stand, weshalb sich ein Großteil der Schreibenden zähneknirschend dem Mainstream anpasst und seine poetischen Fähigkeiten zu Gunsten der breiten Masse einschränkt. Daniela Heinen hat es mit Hinter den kleinen Dingen gewagt, sich dennoch frei zu entfalten. Das Ergebnis ist ein recht unkonventionelles Werk. Bei zahlreichen Gedichten wurde zum Beispiel gänzlich auf einen Titel verzichtet. Doch ist ein Solcher eben auch nicht allerorts vonnöten, unterstreicht diese Art zu schreiben doch eindeutig den Freiheitsdrang der Autorin, der hier voll und ganz ausgelebt wurde. Die einfache Ehrlichkeit der Worte ist das, was den besonderen Charme dieses Buches ausmacht. Der Weg ist das Ziel ist eine Aussage, die Wandlung innewohnt, eines der kraftvollsten Werke in diesem Band, dass mir zugleich erneut aufzeigt, dass ich mich nicht für all die Dinge, die ich tue oder lasse, zu rechtfertigen brauche. Sowas zu lesen tut mir persönlich unheimlich gut.

Mein unangefochtenes Lieblingsgedicht hört allerdings auf den Namen Vertane Chance, in diesen Versen spürt man regelrecht, wie sehr Daniela gelitten haben muss. Eine derart authentische Eindringlichkeit in nur so wenigen Zeilen zu vermitteln, das schafft nicht jeder! Andere Texte sind schonungslos ehrlich, wie etwa das namenlose Stückchen Literatur, welches der fünfzehnten Seite in direkter und knallharter Weise Leben einhaucht. Wer jetzt unbedingt wissen will, was an dem Gedicht auf Seite 15 so direkt und knallhart ist, der soll sich dieses Buch ganz einfach zulegen und sich selbst ein Urteil bilden, ob ich mit meiner Aussage Recht habe, oder nicht. Hahaha. Abgerundet wird die literarische Vielfalt noch von ein paar autobiografischen Gedichten (Autismus, Corona). Als Autor finde ich es nach wie vor am Schwierigsten, Gedichte in Form freier Rhythmen so hinzubekommen, dass selbige einen ästhetischen Klang aufweisen oder eine deutliche Wirkung erzielen. Dies ist ohne Zweifel eine der großen Stärken der Autorin, wie sie in Hinter den kleinen Dingen auf eindrucksvolle Weise unter Beweis gestellt hat. Daniela Heinen hat uns mit diesem kleinen Buch gezeigt, wie vielfältig Lyrik sein kann. Selbst der winzige Vierzeiler Meine Katze hat gerade durch seine Kürze eine besonders direkte Wirkung.

Was bleibt mir als Fazit noch zu sagen? Nicht viel, außer dass ich jedem, der sich für Literatur begeistert, insbesondere moderne Lyrik, dieses Buch ans Herz legen möchte. Ich würde mich sehr darüber freuen, in Zukunft noch mehr von Daniela Heinen zu lesen. Es gibt eigentlich nur einen Punkt, der mich gestört hat (der jedoch die Gesamtwertung nicht nach unten ziehen sollte): Das Buch ist ein bisschen zu kurz geraten!

ISBN: 978-3-7534-6037-6

Seitenzahl: 58

Verlag: BoD Norderstedt

Preis: 7,99€

Bestellmöglichkeiten:

https://www.amazon.de/Hinter-den-kleinen-Dingen-Existentielle/dp/3753460370

https://www.bod.de/buchshop/hinter-den-kleinen-dingen-daniela-heinen-9783753460376

Die Nachtblume

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Ob’s Gedanken oder Träume? –

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzensgrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.

Joseph von Eichendorff

Günter Grass – Die Blechtrommel

Günter Grass – Die Blechtrommel

Oskar Matzerath beschließt nach seinem dritten Geburtstag, mit dem Wachsen aufzuhören und sich der Erwachsenenwelt vollends zu verweigern. Ein Sturz von der Kellertreppe hinab dient als Aufhänger, um seinen Wachstumsstop auf eine für die Erwachsenen verständliche Weise zu erklären. Seine Kinderblechtrommel, die er zum Geburtstag von seiner Mutter geschenkt bekommen hat, ist von nun an ein ständiger Begleiter. Es wird getrommelt, auf Teufel kommt raus, ob auf Parteiveranstaltungen der Nazis, oder während der Aufführung von Wagners fliegendem Holländer, die Blechtrommel ist von nun an Oskars ständiger Begleiter. Sobald jemand versucht, dem Oskarchen seine Trommel wegzunehmen, macht dieser von seiner speziellen Stimmfähigkeit Gebrauch. Hohes Gekreische bringt jegliches Glas zum Bersten, was seine Lehrerin zum Beispiel gleich an seinem ersten (und letzten) Schultag zu spüren bekommt, in dem Oskar ihre Brille zersingt. Überall wo Oskar auftaucht, folgt ein skurriles Ereignis dem Nächsten, rennen die Erwachsenen unwissentlich in ihr Verderben…

Schon wenn man die ersten Seiten liest, wird einem schnell klar, wieso dieser Roman mit zu den bedeutendsten Werken der Deutschen Nachkriegsliteratur gezählt wird. Wahre Wortgewitter prasseln in einer nahezu unerhörten Gewalt auf den Leser nieder und offenbaren zugleich die Schönheit der Deutschen Sprache in einer Weise, wie man sie nur selten zu lesen bekommt.
Grass sein Schreibstil ist und bleibt unverwechselbar! Gekonnt hat der Autor die verschiedenen Erzählebenen verwoben und so ein äußerst vielschichtiges Buch geschaffen. Da haben wir zum Einen den erwachsenen Oskar Matzerath, der in einer Heil- und Pflegeanstalt, umsorgt vom Bindfäden knotenden Pfleger Bruno, während der Besuch kommt und geht, seine Lebensgeschichte niederschreibt, zum Anderen Oskars zu Papier gebrachtes Geschreibsel, welches dem Leser erzählt wird, immer mal wieder zwischen der ersten und der dritten Person hin und her wechselnd.
An manchen Stellen tritt die indirekte Rede anstelle der wörtlichen Rede, was dem Sprachklang eine ganz besondere Note verleiht. Damit wird sowohl Distanz geschaffen, als auch das Erzähltempo erhöht. Beispielsweise dann, wenn sich in einer Geschichte besonders viel ereignet, wörtliche Dialoge das Geschehen nur noch mehr in die Länge ziehen würden, bietet sich dieser Stil an.
Auf diesem Gebiet, war Grass wohl einer der größten Virtuosen der Deutschen Literaturgeschichte. Dann treffen wir immer mal wieder auf Abschnitte, in denen der Autor sich weit ausschweifend in Details verliert. Zu erwähnen sei hier etwa die Beschreibung der Herz-Jesu-Kirche mit ihrer Backsteingotik und den zahlreichen Ornamenten. Obgleich diese die Handlung nicht voranbringen, sind diese bedingt durch die Grass’sche Worwahl sehr schön zu lesen und deshalb trotzdem eine Bereicherung.

Da der kleine Oskar zu den „hellhörigen“ Säuglingen gehört, kann man seine geistige Entwicklung als „von Geburt an voll abgeschlossen“ betrachten. Hellhörigkeit bedeutet wohl auch, dass die Filter des menschlichen Bewusstsein, die dafür Sorge tragen, dass wir nur das sehen, was wir sehen wollen, eben nicht greifen. So sieht der Junge von Anfang an mit voll ausgestatten geistigen Fähigkeiten sämtliche Probleme der Menschheit, welche die Erwachsenen mit ihrem gefilterten Normalbewusstsein nicht wahrnehmen.
Man könnte jetzt die wildesten Theroien und Hypothesen aufstellen. Was wäre, wenn eines Tages nur noch hellhörige Kinder zur Welt kommen würde? Inwiefern würde sich dann die Weltgeschichte ändern? Würde die Kirche in diesem Fall eventuell plötzlich den Sündenfall für ungültig erklären? Hmmm… Ich sehe dieses Werk eindeutig als einen Protest gegen das kritiklose „mit dem Strom schwimmen“ der breiten Masse, was mich persönlich auf jeden Fall stark angesprochen hat! Da ist der kleine Oskar, der zu seinem dritten Geburtstag eine Kinderblechtrommel geschenkt bekommt und kurzerhand beschließt, sich der Welt der Erwachsenen komplett zu verweigern.
Als trommelndes Kleinkind braucht er schließlich unter dem NS-Regime nicht die Verantwortung mittragen für die dummen Erwachsenen, die wie blinde Schafe ihrem Führer folgen. Dass der Roman die Schuldfrage der Deutschen thematisiert, wird beispielsweise anhand von Alfred Matzerath, Oskars (möglichem) Vater aufgezeigt, bekommt dieser doch von Anfang an die Schuld am Treppensturz des Kindes zugeschoben, weil er vergaß, die Falltür zum Keller zu schließen, was ihm wieder und wieder vorgehalten wird.
Alfred tritt ziemlich schnell freiwillig in die Partei ein, am Ende des zweiten Buches wird das Abzeichen der NSDAP ihm zum Verhängnis und bringt ihm den Tod, wobei Oskar am Verlauf dieses Geschehens nicht unschuldig ist. Deutlicher kann man es kaum auf den Punkt bringen, oder?
Das Oskar nach der Beerdigung seines Vaters beschließt, wieder zu wachsen, spricht ebenfalls für sich. Das Dreiecksverhältnis zwischen Oskars Mutter Agnes, Alfred und Jan Bronski lässt allerdings insbesondere Agnes als eine tragische Figur auftreten, versucht diese doch jederzeit es allen Recht zu machen, worin sie letztendlich scheitert und sich mittels extrem überhöhtem Fischkonsum das Leben nimmt.
Da ist Oskar mit seiner ständigen Trommelei und seinem zerstörerischem Verhältnis zu allem, was aus Glas ist, vom absonderlichen Verhalten des Kindes mal ganz zu schweigen, das heimliche Verhältnis mit Jan Bronski, zusätzlich ihr Mann, der in die Partei eingetreten ist und obendrein noch die Machtergreifung der Nazis.
Einfach zu viel des Guten! Ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus dürfte nicht wirklich gut sein, sonst hätte sie das Bild des großen Revolutionärs Beethoven kaum direkt gegenüber des Bildes von Hitler verortet. Agnes zählt zu meinen Lieblingscharakteren dieses Romans, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Pfiffigkeit beim Skat spielen und ihrer schlagfertigen Art. Deshalb hat mich ihr Tod schon ziemlich berührt, als ich das Buch zum ersten Mal las.

Grass sein Roman ist teilweise mit einigen ziemlich derben Szenen durchsetzt. Dies und der außergewöhnliche Sprachstil machen einen großen Teil des Reizes seiner Werke aus. Eine meiner Lieblingsszenen ist (neben dem Skatspiel in der Polnischen Post) auch heute noch die Passage in der Herz-Jesu-Kirche, in der Oskar dem Christkind seine Trommel umhängt.
Oskars Enttäuschung ist groß, weil kein Wunder geschieht, das Kindlein nicht trommeln will. Gewisse Vertreter der Kirche waren damals natürlich sehr empört und betrachteten Die Blechtrommel demzufolge als blasphemisches Werk. Maria, Oskars erste Liebe, beherrscht ebenfalls so manche tolle Szene, sei es jetzt bezüglich auf die Nutzung von Brausepulver als erotisches Spielzeug, oder das Liebesspiel mit Oskar, von dem sie jedoch nichts mitbekommt, weil sie schlicht und einfach schläft, oder der Sex mit Alfred im wachen Zustand, bei dem Oskar seinen (mutmaßlichen) Vater daran hindert, seinen Ömmel rechtzeitig aus Marias Spalte zu nehmen und das Ergebnis der Schwerstarbeit woanders hin zu rotzen.
Der heftige Streit zwischen Alfred und Maria, der kurz darauf entbrennt, wie auch Marias aufbrausendes Verhalten Oskar gegenüber (was an der Stelle natürlich gerechtfertigt war), heizen die Dramatik weiter an. Neben dem Tod von Agnes vermutlich eine der emotionalsten Stellen im Buch. Einfach herrlich! Auch im letzten Drittel, welches von vielen Kritikern weniger gut aufgenommen wurde, präsentieren sich einige wichtige Geschehnisse.
Das Kapitel mit dem Titel Im Zwiebelkeller sei hier insbesondere erwähnt. Die schrecklichen Geschehnisse des 2. Weltkrieges haben viele derjenigen, die hautnah dabei gewesen waren, emotional getötet. Der Zwiebelkeller, in dem der inzwischen erwachsene Oskar mit Klepp und seiner Trommel auftritt, ist ein Ort zum Weinen, nicht nur im metaphorischen Sinne.
Ich könnte jetzt noch viele Szenen beschreiben (beispielsweise die markante Stelle mit Schwester Dorothea im Dunkeln auf dem Klo), aber ich belasse es jetzt einfach mal dabei. Das Tolle an diesem Buch ist für mich vor allem, dass Grass keine Einwegliteratur geschaffen hat, sondern eine Geschichte, die man mit gutem Gewissen mehrmals lesen kann, wobei man trotzdem mit hoher Wahrscheinlichkeit immer mal wieder neue Details entdecken wird, die zuvor nicht aufgefallen sind.
Ein zeitloser Klassiker, der ganz ohne jeden Zweifel zu Recht zur Weltliteratur gerechnet wird! Der Erzählstil ist gewiss nicht jedermanns Sache und mag mit seinen extrem detailreich ausschweifenden Fabulierungen etwas eigenwillig anmuten, hat man aber ungefähr die ersten zwanzig Seiten gelesen, gewöhnt man sich recht schnell an die „Grass’sche Sprache“. Die Blechtrommel ist auf jeden Fall ein guter Einstieg in die Welt des Günter Grass!

08.03.2021

Heute war ein ereignisreicher Tag, ich bin völlig platt! Das erste Mal seit rund 3 Monaten war ich wieder auf der Arbeit. Da ich in einer Werkstatt der Lebenshilfe arbeite (aufgrund von Problemen, die etwas mit Asperger, Depressionen als auch Polytoxikomanie zu tun haben) hatte man uns Mitarbeitern seit dem letzten Lockdown freigestellt, zu Hause zu bleiben. Nun gehe ich wieder arbeiten und ich muss sagen: Es freut mich sehr! Nach der Arbeit hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater. Die Rede war von Anpassungsschwierigkeiten und meiner Weigerung sich dieser Gesellschaft mit ihren langweiligen Normen anzupassen. Wir sprachen über meinen vergangenen Drogenkonsum (beim letzten Mal zum Glück „nur“ mit Cannabis) und ich wurde in der Hinsicht bestärkt, dass ich stolz darauf sein kann, es (wieder einmal) geschafft zu haben, dem Scheiß für mittlerweile fast 1 ganzes Jahr lang den Rücken gekehrt zu haben. Auf ein weiteres Jahr ohne dieses doofe Zeugs.

Eigentlich hatte ich ja vor, heute noch an meinem Roman weiterzuarbeiten, aber irgendwie bin ich zu kaputt. Man bedenke, dass ich mich zum ersten Mal seit Langem bereits um 06:30 Uhr aus dem Bett wühlen musste.

27.02.2021

Das Dilemma ist irgendwie immer dasselbe, scheint mir jedoch heute, an diesem Samstag, an dem ich angefüllt bin mit Tatendrang, besonders präsent: 24 Stunden sind einfach zu wenig! Trotzdem sind wir dazu verdammt, einen mickrigen Tag in diese kurze Zeitspanne zu pressen. Selbst wenn ich den Hausputz auf morgen verschiebe (was ich vermutlich tun werde, damit ich wenigstens ansatzweise das tun kann, was ich mir vorgenommen habe), wird es vermutlich an der ein oder anderen Stelle eng. Möglicherweise werde ich beim Schlaf Abstriche machen müssen und entsprechend spät ins Bett gehen, ich weiß es noch nicht. Von Rechts wegen dürfte ich diesen Blogbeitrag gar nicht schreiben, weil es schlicht und einfach zu viel Zeit kostet und zwar Zeit, die ich mir, trotz der Tatsache viel zu wenig davon zu haben, jetzt einfach nehme!

Ich überlege, ob ich dieser feinen HP von mir einen anderen Namen verpassen soll. Warum? Dieses Blog war ursprünglich dazu gedacht, öffentlich Rezensionen zu Büchern, die ich gelesen habe, zu posten, als auch meine eigenen Werke vorzustellen, also quasi eine Art Autorenhomepage, wenn man so will. Nur gestaltet sich dieses Unterfangen alles andere als einfach, weil ein Tag nun einmal, wie uns allen bekannt sein dürfte, auf die eben schon erwähnten 24 Stunden limitiert ist und dies mit verdammt hoher Wahrscheinlichkeit auch für alle Zeiten so bleibt. Und da mir das Schreiben verdammt wichtig ist, mein Roman derzeit mit gutem Gewissen als Selbstläufer bezeichnet werden kann (ein Selbstläufer, der trotz aller Merkmale eines Solchen einen ordentlichen Haufen Arbeit bereitet), bleibt leider kaum Zeit, zusätzlich dazu auch noch Bücher zu lesen und Rezensionen zu verfassen, u.a. auch deshalb, weil ich ein paar Stunden brauche, um abzuschalten und irgendeine Serie zu schauen (Big Bang Theory und inzwischen auch noch Chilling Adventures of Sabrina). Sobald ich allerdings die Zeit finde, werde ich diese HP ein wenig umgestalten, vielleicht sogar tatsächlich eine Leseecke für Rezensionen erstellen.

Meine zwei Versuche vor Kurzem, die Rubrik mit meinen eigenen Werken umzugestalten (wo ich bislang lediglich meinen Lyrikband vorgestellt habe, mein Roman kommt natürlich auch noch, nach Fertigstellung und Veröffentlichung) schlugen leider fehl. Versuch 1 mündete in einer Panne, weil ich mich irgendwie verklickt habe (dank der unübersichtlichen Bedienbarkeit von WordPress), Versuch 2 wurde durch einen Stromausfall zunichte gemacht, weshalb ich daraufhin die alte Ansicht wiederhergestellt habe und ich absolut keine Lust verspürte, nochmal von Vorne zu beginnen. Naja, aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben, nicht wahr?

Bereits gestern habe ich eine Mail von Alex bekommen, über die ich mich zwar sehr freute, die ich jedoch um die Zeit, um der ich sie las, nicht mehr beantworten konnte, weil es schon zu spät und ich bereits im sogenannten „Entspannungsmodus“ war. Demzufolge schickte ich heute meine Antwort auf diese, im wahrsten Sinne des Wortes, Riesenmail! Das Ergebnis waren zwei Sprachdateien im OGG-Format (20 MB ist bei meinem Freemail-Konto von GMX das Maximum für Dateianhänge) mit einer Gesamtlänge von ungefähr 84 Minuten.

So schließe ich nun diesen Beitrag ab, mit Worten, die mir einfach so in den Sinn kommen, die aber gleichwohl keinen Sinn ergeben, trotzdem niedergeschrieben werden müssen und das Ende dieses Tagebucheintrages markieren.

Hochachtungsvoll,
Marcus Borchel, der sich Mühe gibt, einen ganzen Tag nach Plan in 24 Stunden zu quetschen.

22.02.2021

Liebes Tagebuch, es ist jetzt genau 22 Uhr 11. Normalerweise sollte heute die Schule wieder losgehen. Sofern dies geschehen ist, dann offenbar nur in einem recht reduziertem Umfang, habe ich doch kaum (oder besser: überhaupt keine!) Schüler auf den Straßen gesehen, geschweige denn, vollbesetzte Busse, oder dergleichen. Vielleicht habe ich da auch irgendetwas nicht mitbekommen. Mein Psychiater Dr. B. sagte zu mir, es sei nicht gut für mein Wohlbefinden, zu viele Nachrichten zu konsumieren, und ich bin mittlerweile der Meinung, dass er recht hat. Ich habe in den letzten 2 Wochen  weder Lokalzeit NRW, noch die Tagesschau gesehen, sogar auf die Tagesthemen habe ich verzichtet, dessen Qualität jedoch so oder so ohne Ulrich Wickert um mindestens 2 Einheiten in den Keller gesackt ist.

Am 08. März muss ich vermutlich wieder arbeiten, sofern der Lockdown nicht verlängert wird. Da ich in einer Werkstatt der Lebenshilfe arbeite (ich bin wegen meines Asperger-Syndroms in Kombination mit schweren Depressionen und Drogenabhängigkeit für den ersten Arbeitsmarkt krankgeschrieben) und man dort auf die Mitarbeiter (die schließlich alle in irgendeiner Weise gehandicapt sind) entsprechend Rücksicht nimmt, steht es uns frei, während des Lockdowns nicht auf der Arbeit antreten zu müssen, sofern wir Angst haben, uns irgendwo anzustecken. Ergo bin ich zu Hause, da ich Bedenken habe, mit vielen Leuten in einem Raum zu arbeiten, von wegen COVID-19, Blah und Blubb…

Also habe ich mich heute, nachdem ich mein Schreibpensum für diesen Tag erfüllt habe, ein wenig in der Gegend rumgetrieben. Und zwar allein, wie so oft. Ob ich mich einsam fühle? Nein! Ich zähle nicht wirklich zu der kontaktfreudigen Sorte Mensch, was durch mehrere Umstände in den letzten knapp 2 Jahren noch begünstigt wurde. Doch davon später möglicherweise mehr. Aber: Es geht mir dennoch ganz gut, ich bin einigermaßen glücklich! Vielleicht nicht so glücklich, dass ich gleich jauchzend an die Decke springe, aber für meine Verhältnisse auf jeden Fall glücklich genug! In den Abendstunden stellte ich fest, dass mein guter Freund Alex mir eine Mail geschrieben hat, also setzte ich mich hin, um ihm eine Antwort in Form eine Sprachmail aufzunehmen. Mails zu beantworten, in dem ich mit Audacity meine Stimme aufzeichne und die Aufnahme in Form einer *.ogg-Datei verschicke, fällt mir oft leichter, als schriftlich zu antworten. Außerdem kann man beim Aufnehmen eine Menge zusätzliche Faxen machen, was meine Laune ein wenig hebt. Nachdem ich Alex meine Datei geschickt habe, schaute ich den Film Zurück in die Zukunft über Netflix, der mich sehr an alte Zeiten erinnert. Die ganze Analogtechnik in den 80er-SciFi-Filmen mutet heute irgendwie witzig an. Hahaha. Außerdem werde ich gleich vermutlich die Novelle Das Marmorbild von Joseph von Eichendorff noch einmal lesen, quasi als Betthupferl, weil diese zu den schönsten literarischen Erzeugnissen des 19. Jahrhunderts zählt.

Liebe Grüße und gute Nacht,
Marcus Borchel, auch bekannt als Macke1979

19.02.2021

Liebes Tagebuch! Heute war ein sonniger Tag, was meine Laune entscheidend besserte. Ich bin eindeutig ein Frühlingsmensch! Auch wenn dem Winter mit seinen tief verschneiten Landschaften (sofern vorhanden) natürlich ein gewisser Zauber innewohnt: Ich freue mich jetzt schon auf den Beginn des Frühjahres, wenn langsam alles wieder zum Leben erwacht. Eines kann mir die Pandemie nicht nehmen: Die Freude an Dingen, die wachsen und lebendig sind! Im Laufe des Nachmittages stattete ich meinen Eltern einen Besuch ab, um dort Kaffee zu trinken und munter drauflos zu schwatzen. Es war ein recht ruhiger, beschaulicher Nachmittag, genau wie man diesen Abend als einen recht ruhigen, beschaulichen Abend bezeichnen könnte. Meinen Roman betreffend, habe ich nun einige Szenen umgeschrieben als auch gestrafft. Vielleicht, aber nur vielleicht, werde ich sogar zum Ende dieses Jahres hin mit diesem Werk fertig, doch gibt es Dinge, die sich in keinster Weise vorhersagen lassen und künstlerisches Schaffen gehört eindeutig dazu. Ein paar neue Episoden (auf die ich sehr stolz bin XD) habe ich ebenfalls verfasst, hatte sehr viel Spaß beim Schreiben, weil mich diese Szenen an gute alte Zeiten erinnerten. Zeiten, in denen zwar alles gut und alt, aber immerhin nicht angereichert mit Pandemien und politischen Unruhen war (und wenn doch, dann in einem weitaus geringerem Maße). Nun werde ich mich erst einmal zur Ruhe setzen und auf Netflix eine weitere Folge Big Bang Theory schauen. Einfach, um abzuschalten. Sollte an diesem Abend, oder auch im Laufe der Nacht, etwas Erwähnenswertes geschehen, gibt es sehr wahrscheinlich, auch wenn dieser Fall bis heute noch nie eingetreten ist, einen weiteren Tagebucheintrag, in dem ich mich mehr oder weniger detailreich über das erwähnenswerte Geschehnis auslassen werde. Wenn allerdings nichts Wichtiges mehr passiert, ich einfach nur dasitze, Big Bang Theory glotze und (vielleicht) ein bisschen weiter Risen spiele, wird dies wohl keinen weiteren Tagebucheintrag zur Folge haben. Es gibt natürlich Leute, die nur Reden (bzw Schreiben) um des Redens (bzw Schreibens) willen… Ich habe nichts gegen diesen Menschenschlag, verfolge mancherlei Blogs dieser Machart, und sei es nur aus purem Zeitvertreib, mit mehr oder weniger großem Interesse, seile dort hin und wieder meine Meinung ab, ehe ich mich auslogge und anderen Aktivitäten zuwende. Doch ich selbst zähle nicht zu diesen Individuen, ich sage (bzw schreibe) nur etwas, wenn es etwas zu sagen (bzw schreiben) gibt, ansonsten denke ich mir meinen Teil, oder ich denke etwas, das nichts mit dem was es nicht zu sagen gibt zu tun hat.

Liebe Grüße,
Marcus Borchel

13.02.2021

Liebes Tagebuch… Ja… Warum eigentlich nicht? Wieso sollte ich einen Tagebucheintrag nicht auch mal mit dieser Anrede eröffnen? Allerdings ist dies natürlich keine Garantie dafür, dass meine nächsten Beiträge ebenfalls mit diesen einleitenden Worten beginnen werden. Es ist jetzt genau 17 Uhr 30, für Blogbeiträge meinerseits eine eher frühe Stunde. Aber andererseits muss ja nicht jede Tagebuchseite am ENDE des Tages erstellt werden, auch wenn natürlich, nach dem ich diesen Beitrag abgeschickt habe, noch so Manches geschehen kann. Nun ja… Sollte tatsächlich im Laufe des späten Abends noch etwas Weltbewegendes geschehen, kann ich ja NOCH einen Eintrag mit demselben Datum in dieses Blog hineinkarüsseln, nicht wahr? Der Titel wird dann vermutlich 13.02.2021 (2) lauten, oder so ähnlich. Jedoch glaube ich nicht, dass es dazu kommt, die letzten Tage und späten Abende ist schließlich auch nichts Besonderes passiert.

Zunächst einmal, nervt mich vor allem der Schnee und diese Kälte. Ich hoffe sehr, dass es die nächsten Tage wieder wärmer wird. Dieses ständige in der Bude hocken macht mich nämlich langsam aber sicher kirre. Wenn ich mich draußen fortbewege, dann nur auf meinen zwei Beinen, mit dem Fahrrad ist das bei diesem Wetter echt nicht das Wahre. Aber, der Winter hat auch seine guten Seiten. Die Landschaft sieht aus, wie mit Puderzucker (oder auch tonnenweise Kokain XD) überstäubt, in den Bäumen glitzert der Schnee. Sieht schon irgendwie schön aus.

Mit meinem Roman geht es ganz gut voran, allerdings muss in der Erzählstruktur noch die ein oder andere Unebenheit geglättet werden. Es bereitet mir auf jeden Fall recht viel Spaß, mit verschiedenen Sprachstilen zu experimentieren. Ich will etwas gänzlich Neues erschaffen, Literatur, die ich nirgendwo kaufen kann. Allerdings stehe ich vor dem Problem, dass die Aussage, die ich mit diesem epischen Werk zu vermitteln denke, mehr und mehr in der Flut der zahlreichen Ideen und Ansätze untergeht. Hmmm… Ich weiß noch nicht, wie ich dieses Problem lösen werde, aber ich weiß ganz sicher, dass ich es irgendwie lösen werde. Gut, dass ich in der Hinsicht nicht unwissend bin.