13.02.2021

Liebes Tagebuch… Ja… Warum eigentlich nicht? Wieso sollte ich einen Tagebucheintrag nicht auch mal mit dieser Anrede eröffnen? Allerdings ist dies natürlich keine Garantie dafür, dass meine nächsten Beiträge ebenfalls mit diesen einleitenden Worten beginnen werden. Es ist jetzt genau 17 Uhr 30, für Blogbeiträge meinerseits eine eher frühe Stunde. Aber andererseits muss ja nicht jede Tagebuchseite am ENDE des Tages erstellt werden, auch wenn natürlich, nach dem ich diesen Beitrag abgeschickt habe, noch so Manches geschehen kann. Nun ja… Sollte tatsächlich im Laufe des späten Abends noch etwas Weltbewegendes geschehen, kann ich ja NOCH einen Eintrag mit demselben Datum in dieses Blog hineinkarüsseln, nicht wahr? Der Titel wird dann vermutlich 13.02.2021 (2) lauten, oder so ähnlich. Jedoch glaube ich nicht, dass es dazu kommt, die letzten Tage und späten Abende ist schließlich auch nichts Besonderes passiert.

Zunächst einmal, nervt mich vor allem der Schnee und diese Kälte. Ich hoffe sehr, dass es die nächsten Tage wieder wärmer wird. Dieses ständige in der Bude hocken macht mich nämlich langsam aber sicher kirre. Wenn ich mich draußen fortbewege, dann nur auf meinen zwei Beinen, mit dem Fahrrad ist das bei diesem Wetter echt nicht das Wahre. Aber, der Winter hat auch seine guten Seiten. Die Landschaft sieht aus, wie mit Puderzucker (oder auch tonnenweise Kokain XD) überstäubt, in den Bäumen glitzert der Schnee. Sieht schon irgendwie schön aus.

Mit meinem Roman geht es ganz gut voran, allerdings muss in der Erzählstruktur noch die ein oder andere Unebenheit geglättet werden. Es bereitet mir auf jeden Fall recht viel Spaß, mit verschiedenen Sprachstilen zu experimentieren. Ich will etwas gänzlich Neues erschaffen, Literatur, die ich nirgendwo kaufen kann. Allerdings stehe ich vor dem Problem, dass die Aussage, die ich mit diesem epischen Werk zu vermitteln denke, mehr und mehr in der Flut der zahlreichen Ideen und Ansätze untergeht. Hmmm… Ich weiß noch nicht, wie ich dieses Problem lösen werde, aber ich weiß ganz sicher, dass ich es irgendwie lösen werde. Gut, dass ich in der Hinsicht nicht unwissend bin.

7 Gedanken zu „13.02.2021

    1. macke1979 Autor

      Oh… Das in einem Atemzug zu beschreiben, ist nicht leicht. Zum Teil handelt es sich um meine Autobiografie (die jedoch auch eine Menge Fiktion enthält)… Vereinfacht gesagt, ist mein Protagonist ein Asperger-Typ mit Hochbegabung, der damals als Kind aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten überall angeeckt ist. Normalerweise hätte der Junge natürlich auf einer Privatschule für Kinder mit individuellem Förderbedarf unterrichtet werden müssen, ist aber auf einer gewöhnlichen Sonderschule gelandet, weil seine Eltern es sich nicht leisten konnten, ihr Kind auf eine Spezialschule zu schicken. Demzufolge ist nichts aus mir geworden (ich schreibe in der ersten Person), jahrelang schlage ich mich ohne Job durch, bin aber künstlerisch sehr interessiert und würde am liebsten Schriftsteller werden. Allerdings macht mich mein mentales Problem bei der „gewöhnlichen“ Gesellschaft mehr und mehr zum Außenseiter, wodurch Depressionen als auch psychotische Symptome entstehen. (Wobei mir letztere bis zum heutigen Tage zum Glück erspart geblieben sind, von Depressionen hingegen, könnte ich wohl unzählige Lieder singen). Irgendwann beginne ich damit „die Welt von überflüssigen Menschen zu befreien“, so wie ich es nenne. Wird quasi zum Massenmörder. Ich selbst habe selbstverständlich noch nie jemanden umgebracht, bin im RL eher ein dauernervöser Pazifist. XD Aber: In meinem Geschreibsel die Menschen sterben zu lassen, die mir im Weg waren (und zum Teil noch sind) befreit einfach ganz ungemein.

      Das Buch beginnt damit, dass mein Charakter in einer geschlossenen Nervenheilanstalt sitzt und seine Geschichten und Erinnerungen aufschreibt. Viele Anleihen habe ich beim Surrealismus gemacht, manches geht in Richtung schwarze Romantik/düstere Phantastik. Auf jeden Fall habe ich vor, etwas sehr Unkonventionelles zu kreieren, was ich nirgendwo kaufen kann. Ich könnte jetzt noch sehr viel mehr zum Inhalt dieses Romanes schreiben, aber nun muss ich dringend einige Einkäufe erledigen. (Straßenglätte ist gemeldet). Es wäre auch ein bisschen viel, ALLES aus diesem Roman beschreiben zu wollen… Man könnte sagen, es handelt sich um einen surrealistischen Horrorthriller mit etlichen stilistischen Experimenten. Die Passagen in der Psychiatrie sind zum Beispiel allesamt komplett im Präsens und in indirekter Rede geschrieben, bei den Rückblenden beglückt uns das Präteritum, mit wörtlicher Rede und zum Teil auch indirekter Rede. Wenn es sich um eine Traumsequenz handelt, von denen es recht viele gibt, stoßen wir auf Präsens und wörtliche Rede. Ich habe also quasi schon den Anspruch RICHTIGE Kunst zu erschaffen.^^

      Autoren wie Günter Grass oder Wolfgang Koeppen sind ja leider nicht mehr da und werden heute (ebenfalls leider) kaum noch gelesen. Ich habe zwar nicht vor, den Deutschen Ulysses zu erschaffen (das wäre wohl auch ziemlich vermessen XD), aber der reine Bewusstseinsstrom begegnet dem Leser ebenfalls an einigen (wenn auch nur wenigen) Stellen.

      GLG und einen schönen Tag,
      Marcus Borchel

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  1. Herr Kömmlich

    Wie ich lese, hast Du einen weiteren Fan gewonnen. Glückwunsch. ^^
    Was das Wetter betrifft hast Du es ja längst mitbekommen, dass es jetzt langsam wieder taut.
    Und bezüglich Deines Roman kann ich gerne auch noch einmal öffentlich schreiben: Das wird schon. *pat pat pat*

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