06.01.2021

Heute war ein im Großen und Ganzen unwichtiger Tag. Mit der Ausnahme des heutigen morgens. Ich musste bereits um 07:50 beim Arzt antanzen, da mir Blut abgenommen wurde. Aufgrund gesundheitlicher Probleme im Zusammenhang mit einem seltsamen Druckgefühl in und um die Region des Solarplexus, habe ich am Montag einen Anruf bei meinem Hausarzt, bzw der Gemeinschaftspraxis in der ich behandelt werde, angerufen und meine Symptome, die mal kommen und mal gehen, in Form von wortreichen Beschreibungen der Sprechstundenhilfe am Telefon verklickert. Somit wurde ein ärztlicher Gesundheitscheck angeordnet. Der Freitag in dieser Woche, also der 08. Januar, ist der Tag, an dem die ersten Untersuchungen anstehen und mir hoffentlich das Ergebnis meines Bluttest mitgeteilt wird.

Davon abgesehen war dieser Mittwoch reichlich unspektakulär verlaufen. Ich bin ein wenig mit dem Fahrrad durch die äußeren Regionen gefahren, besuchte unter anderem den Waldfriedhof am Kupferberg, der auch in meinem Roman (an dem ich heute ebenfalls ein wenig gearbeitet habe) vorkommt. Dort dachte ich über Dies und Jenes nach und fragte mich im Eifer des Gefechtes, ob das Universum aus bloßen Zufall existiert, oder alles einer vorbestimmten Logik folgt. Wie man sich denken kann, kam ich zu keiner zufriedenstellenden Antwort, ich folgerte lediglich, dass jeder von uns in seinem eigenen Universum lebt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Wenn man es recht betrachtet, keine wirklich bahnbrechende Erkenntnis, zumal dieses Thema schon in einem meiner Essays abgehandelt wurde, wenn auch nicht erschöpfend.

02.01.2021

Nun breitet sich endlich ein neues Jahr vor uns aus und lässt dabei das alte Jahr hinter uns zurück. Kein großer Verlust, wenn ihr mich fragt, war doch das Jahr 2020 mit Nichten dazu imstande, uns eine schöne Zeit zu bescheren. Stattdessen hat es uns… Ach, lassen wir das, ich habe keine Lust, über diese doofe Pandemie zu reden!

Heute war kein sonderlich ereignisreicher Tag. Ich bin ganz normal aufgestanden, habe gefrühstückt und mich vor den PC gepflanzt. Danach bin ich ein wenig mit dem Rad durch die Gegend gefahren, weil ich der Meinung war, etwas frische Luft würde mir sicher gut tun. In Detmold war ich und in Hiddesen… Wieder daheim, trank ich erst einmal ein paar Tassen Kaffee und begann darüber hinaus zu schreiben. Im Laufe des Tages bekam ich eine Mail von einem guten Freund (Alex), worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich antwortete sogar relativ zeitnah, da ich den größten Teil der Arbeit an meinem Roman um diese Zeit (ich schaute irgendwann um kurz nach 18 Uhr, oder so, in mein Mailpostfach) bereits hinter mir hatte. Meinen Einkauf erledigte ich heute ziemlich spät, so wie ich es, so lange dieser Coronazustand herrscht, immer tue. Heute jedoch mal im Penny-Markt, anstatt im Markant, weil ich nicht wirklich Lust hatte, mit dem Fahrrad zu fahren. (Der Markant ist eine ganze Ecke weiter weg, mit dem Rad ein Katzensprung, aber zu Fuß schon ein schönes Stückchen). Es waren kaum andere Leute im Laden, ich brauchte nicht einmal an der Kasse zu warten, was ganz und gar nicht üblich ist. So bin ich in Besitz von ein paar Wintersteaks, Brot, zwei Packungen Haribo-Schlümpfe, einem Pott Margarine und… Öhm… Scheiße, ich weiß genau, dass ich noch mehr gekauft habe, aber jetzt habe ich es vergessen und bin zu faul, aufzustehen und nochmal im Kühlschrank nachzusehen. Ist ja auch schon spät!

Wieder zuhause angelangt, schaute ich mir Urotsukidoji III an, also den dritten Teil der rabenschwarzen, durch und durch abgrundtief düsteren Urotsukidoji-Saga. Dieser uralte Anime aus den frühen 90ern erinnert mich noch immer an gute alte Zeiten. Ich hatte ganz vergessen, wie wahnsinnig gut die Story von diesem Stück apokalyptischem Horror mit Hentai-Elementen selbst im dritten Teil inszeniert wurde (in dem Genre gibt es nun wirklich nicht viele herausragende, geschweige denn sehenswerte, Produktionen). Schade, dass der vierte Teil (den ich vielleicht demnächst ebenfalls schauen werde), qualitativ deutlich abfällt. Wenigstens ein paar Animes kann ich mir noch anschauen, ohne gleich depressiv zu werden. Warum mich Animes häufig depressiv machen? Nein, nicht etwa, wegen ihrem Inhalt (ich liebe nach wie vor Animes, das wird sich auch nicht ändern), eher weil sie mich an eine tolle Zeit erinnern, die nun vorbei ist.  Doch werde ich davon später mal erzählen. Jetzt ist es 23 Uhr 20 und ich weiß genau, dass ich es in der Hinsicht nicht schaffen werde mich kurz zu fassen.

30.12.2020

Einer der letzten Tage in diesem Jahr. Es ist viel geschehen, doch liegt heute der Fokus nur auf einem ganz besonderen Ereignis. Nicht etwa die Tatsache, dass der Hofladen am Lohmannshof, wo ich immer gerne einkaufe, da dort die Zahl der Kunden auf ein erträgliches Maß beschränkt wurde (bedingt durch COVID-19) schon seit Heiligabend geschlossen hat und erst im neuen Jahr wieder öffnet, was für mich bedeutete, den Weg von Detmold nach Hiddesen mit dem Fahrrad (der zwar nicht allzu weit ist, aber es geht tüchtig bergauf) umsonst zurückgelegt zu haben. Ich hätte mir dort gern ein paar Kekse zum Knabbern gekauft, aber… Ich stand halt vor verschlossener Tür.  Allerdings bin ich auf dem Rückweg klitschnass geworden. Und das, obwohl die Wettervorhersage im Internet, die ich vor der Abfahrt studierte, gerade mal eine Regenwahrscheinlichkeit von 40% für unser Gebiet vorausgesagt hat. Naja, inzwischen ist es 23 Uhr 17 und meine Klamotten sind wieder trocken. Trotzdem… Soviel zu Aussagen wie 40%ige Regenwahrscheinlichkeit, Blah und Blubb… An meinem Roman habe ich heute ebenfalls ein Stückchen weiter gearbeitet. Vor ein paar Tagen dachte ich schon, ich würde wieder einmal in einer Phase der totalen Lustlosigkeit stecken, aber dies ist (zum Glück) nicht der Fall. Trotzdem ist es auch nicht meine literarische Arbeit, die heute im Fokus steht. Es gab einen wirklich markanten Augenblick… Ein Ereignis, mit dem ich absolut nicht gerechnet habe, welches allerdings trotzdem eingetreten ist. Ein Ereignis, das sich in meinem Badezimmer abspielte.

Heute war einer der Tage, an dem ich mich unter die Dusche begab. Ein vollkommen gewöhnlicher Vorgang, in jederlei Hinsicht alltäglich. Warmes Wasser auf nackter, leicht behaarter, ein wenig zu blasser Haut. Bevor ich jedoch duschte, rasierte ich mich… Und stellte fest, dass doch tatsächlich der Rasierschaum leer war! Oder besser, dass ich heute das letzte Bisschen benutzt habe, um meinem stoppeligen Gesicht einer Rasur zu unterziehen. Das witzige an der Sache: Ich dachte bis vor Kurzem noch, es würde sich um magischen Rasierschaum handeln! Und zwar um Rasierschaum, der nie leer wird! Vor mehr als einem halben Jahr habe ich mir bereits eine Sprühflasche (ich weiß nicht, ob man die so nennt, die korrekte Bezeichnung will mir gerade nicht einfallen XD) mit Rasierschaum gekauft, weil ich davon ausging, dass es sich bald ausgeschäumt hat. Nichts ahnend, dass ich länger als ein ganzes Jahr (!) mit einer einzigen Sprühflasche von dem Zeug auskommen werde! Ohne Scheiß, ich habe noch nie gehört, oder auch am eigenen Leib (bzw Kinn) erlebt, dass jemand SO LANGE mit einer einzigen Pulle Rasierschaum auskommt! Irgendwann fing ich an, zu glauben, dass mein Rasierschaum schlicht und einfach NIE leer wird. Die Situation hat mir sogar ein wenig Angst gemacht und ich begann eine Kurzgeschichte darüber zu schreiben (die noch immer unvollendet ist, da ich zwischenzeitlich nicht nur an meinem Roman, sondern auch an neuen Gedichten gearbeitet habe). Alle möglichen Theorien schossen mir durch den Kopf, wie es möglich sein könnte, dass der Schaum so lange hält, beispielsweise, dass etwaige Feuchtigkeit im Badezimmer den Inhalt der Sprühflasche in Verbindung mit den Treibgasen wieder und wieder erneut aufschäumt…

Und heute… Habe ich den Schaum, der nie leer wird doch tatsächlich endgültig geleert. Jetzt kommt endlich der neue Raiserschaum an die Reihe, den ich schon vor über einem halben Jahr bei Rossmann oder sonstwo käuflich erworben habe. Ein Gefühl sagt mir, dass der Inhalt dieses Mal nicht so lange reicht. Ein anderes Gefühl sagt mir, dass die Uhr inzwischen 23:32 Uhr geschlagen hat und ich mich langsam zu meinem Date mit Morpheus begeben sollte! Gute Nacht, Leute!

29.12.2020

Wir schreiben den 29.12.2020. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es ist 21 Uhr 50 und ich hatte einen recht ereignisreichen Tag. Neben der weiteren Arbeit an meinem Roman hatte ich heute eine Termin mit Frau B. Ich könnte ihren Namen zwar ausschreiben und bin mir sicher, dass sie nichts dagegen hätte, aber ich lasse es. Persönlichkeitsrechte müssen gewahrt werden! Aufgrund der Tatsache, dass ich ein Suchti bin, wird dies auch nicht der letzte Termin mit Frau B. gewesen sein. Die gute Frau arbeitet beim „Verein für Rehabilitation“ in der Unterabteilung „Ambulant Begleitender Dienst“. Diese Einrichtung kümmert sich um Menschen wie mich. Eine ambulante Betreuung bietet man uns Suchtis. Die meisten meiner Mitklienten (über die ich hier kein Wort verlieren werde) haben Probleme mit Alkohol. Ich hingegen bin von allen möglichen Suchtmitteln abhängig. Cannabis, Amphetamine, Kokain, Beruhigunsmittel (also etwa sogenannte Benzodiazepine), Alkoholiker bin ich allerdings meiner bescheidenen Ansicht nach eher nicht, da mir diese Form des Berauschtseins nicht besonders zusagt.

Es war ein kalter Nachmittag, als ich mit Frau B. spazieren ging. Das ist die Art, wie wir unsere Termine abhalten… Wir gehen spazieren und labern, während der Welpe von Frau B. mal hier mal dort an den Blumen schnuppert und die Landschaft mit dem ein oder anderen Kothaufen
garniert. Wir sinniierten über Gott und die Welt, sprachen von Animes und Literatur, also den
Dingen, die, zumindest in meiner Welt, einen zentralen Platz besitzen. Wieder zuhause angelangt, trank ich erst einmal gemütlich ein Tässchen Kaffee, schrieb ein bisschen weiter und schaute mir dann noch eine Folge H2O – Plötzlich Meerjungfrau an. Ich bedaure, dass diese schöne, wenn auch ziemlich leichte, Jugendserie keine 4. Staffel spendiert bekommen hat. Naja, man kann nicht alles haben.